Endlich Urlaub!

Für mich war es lange Zeit eine der wichtigsten und schönsten Zeiten des Jahres.

Nicht arbeiten, nicht kochen, sich um nichts wirklich kümmern müssen, es darf auch etwas kosten - habe ja schließlich das ganze Jahr darauf gespart. An einem anderen Ort sein und da es in Deutschland nicht immer so warm und sonnig ist, geht es meist ans Meer - Sonne  und Strand mag ich.

Sich von alten Strukturen und Lebensweisen zu lösen, von Erwartungen und Meinungen anderer. Natürlich auch die eigenen Erwartungen an mein Leben, die Arbeit, die Beziehungen und Freundschaften zu überdenken. Festzustellen, dass es nicht wirklich erstrebenswert ist, viel zu besitzen, sich im Hamsterrad der Wirtschaft zu bewegen und mit allem mitmachen, was gerade „Zeitgeist“ ist. Sich der Entwicklung bedienen, wo es Sinn macht und mich in meiner Entwicklung weiterbringt. Bewußtheit darin haben, dass unser Planet und jedes Lebewesen etwas einzigartiges und schützenswertes ist. Annehmen, dass der Alltag und somit jeder Zeitpunkt einzigartig und besonders ist und so verändert sich viel, im Denken und Verhalten. 

Dieses Jahr ist irgendwie alles anders. Ich stelle gerade fest: Ich „brauche“ keinen Urlaub. Also natürlich freue ich mich auf die Reise, ich genieße jeden Moment hier am Strand und ich bade so gerne im erfrischenden Atlantik - aber ich brauche es nicht! Es ist anders als sonst, das ganze letzte Jahr war irgendwie anders. Ich habe noch bewußter auf mich geachtet, mir im Alltag „Auszeiten“ genommen und mich dann erholt, wenn ich gemerkt habe, ich brauche es JETZT. Ich hatte einen guten Rhythmus im Alltag und ich weiß: Im Rhythmus liegt viel Kraft! Durch unseren Hund, der nun gut ein Jahr bei uns ist, heißt es täglich 3x in den Wald gehen. Das ist einfach wunderbar, die kleine Erholung im Alltag.

 

 

 

Im Yoga streben wir danach, die berühmte Mitte zu finden, eine sattvige Lebensführung zu erreichen. Ich habe grade das Gefühl, dort angekommen zu sein. Das erfüllt mich mit großer Freude und ich weiß, das der Weg dorthin lang und nicht immer einfach war. 

Danke YOGA!

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