Frank´s Weg zum Yoga und seine ersten Erfahrungen mit dem Yoga Vidya Ashram

Als ich den Guido kennen lernte, praktizierte er schon Yoga- für sich selbst im Wohnzimmer. Ich merkte schnell, dass ihm diese Zeit "heilig", besser gesagt, wichtig war. Wenn er seine Übungen machte, schlich ich nur noch durch unsere gemeinsame Wohnung. Dies war auch dem geschuldet, dass ihm Ruhe schon immer wichtig war.


 

Guidos Yogamatte stand in der Wohnung- aber ich habe sie nicht für mich benutzt. Es war mir irgendwie doch alles suspekt, wahrscheinlich ahnte ich damals schon- da steckt mehr dahinter, als die körperlichen Übungen.


Guido und ich waren zu der Zeit im selben Fitnessstudio angemeldet .Irgendwann ging ich mit in eine Yogastunde. Tina leitete die Stunden an. Die Körperübungen waren gut, meine Verspannungen lösten sich,- jedoch stieß ich immer wieder auf Hindernisse und innere Widerstände: Was soll das bringen, wenn 20 Personen im Kreis sitzen und schnaufende Atemübungen (Kapalabhati) machen? Ich begriff den Sinn dahinter nicht und fand es echt doof :-) Ich ging immer wieder in die Stunden, auch wenn es Elemente in den Stunden gab, wo sich der Sinn dieser Übungen mir nicht erschloss. Meine Widerstände lösten sich nach und nach auf. Ich begriff- irgend etwas passiert mit mir, etwas was ich nicht zuordnen konnte. Nach und nach schaute ich neugierig in Guidos damals noch spärliche Yogaliteratur.

Ich wollte mehr und mehr Verstehen. 


Im Sommer 2007 gab eine Kurzschluss-Handlung: Ich hatte 3 Wochen Betriebsurlaub: "Ich hänge noch eine Woche Urlaub dran, das schaffe ich" Ich rufe in Bad-Meinberg bei Yoga-Vidya an. Ich wollte spontan eine 4 Wochen-Yogalehrer-Ausbildung machen. "Selbst Unterrichten will ich nicht- Aber viel Wissen vom Yoga." 


Am Telefon fragte mich die Mitarbeiterin von Yoga-Vidya freundlich aber bestimmt über meine Vorkenntnisse zum Yoga und ob ich das Haus Yoga-Vidya kenne. Ich verneine: "Das Haus kenne ich nicht. Auch weiss ich nichts über Rituale und Gottheiten, aber ich schaffe das- und die Zeit ist ideal, den Betriebsurlaub meiner Firma nutzen"

 

Die Mitarbeiterin führt ein sehr langes Telefonat mit mir. Sie rät mir eindringlich von dieser Ausbildung ab und lädt mich ein, erstmal das Haus kennenzulernen. Dies ist im Rahmen eines Yogalehrer-Ausbildungs-Vorbereitungs-Seminars in 3 oder 5 Tagen möglich. Ich willige ein und entscheide mich für 5 Tage.


Es war ein schwieriger Start mit Yoga-Vidya für mich: das Haus fand ich schrecklich, zusätzlich kam alles, was man sich vorstellen kann: vom Durchfall bis zur Migräne- Das Seminar leitete damals Suguna, heute Swami Nirgunananda. Ich blockierte das ganze Seminar, verstand nichts, fand alles furchtbar und ging am 3.Tag morgens nicht mehr zur Seminargruppe. "Ich bin bestimmt in einer Sekte gelandet..." Abends war meine Migräne durch und nach dem Satsang ging ich zu Suguna- entschuldigte mich für mein Verhalten in der Gruppe. Sie nahm mich in den Arm und sagte: "So etwas passiert vielen, die dies Haus nicht kennen. Ich merke, du hast Verstanden, sei ab jetzt dabei-mit allen Sinnen."

 


Ein ganzes Jahr später begann ich mit der Yogalehrerausbildung, welche ich auf 2x eine Woche und die letzten 2 Wochen im Stück machte.  Guido und fingen sofort mit der Selbstständigkeit an- wir gründeten die Yogakulturen. Erst zur Untermiete, dann in selbst angemieteten Räumen.



Es folgten diverse Weiterbildungen in anderen Yogaschulen sowie immer wieder bei Yoga-Vidya. Dies ist eine Möglichkeit gewesen, den Menschen dort näher zu kommen, das Haus mehr kennenzulernen. Auch waren wir zu Ostern/ Weihnachten und dem Jahreswechsel dort. Bad Meinberg wurde nach und nach zu einem „Rückzugs- und Wohlfühlort“.  Als dann endlich das noch unsanierte Haus in der Mitte saniert werden sollte und „Shanti Vasi Rechte“ verkauft wurden, haben wir nicht eine Sekunde gezögert, dies Angebot zu nutzen. Ein Shanti Vasi Recht bedeutet: Wir zahlen dafür, dass wir ein Zimmer bzw. zwei Zimmer dauerhaft und exklusiv für uns nutzen können, so lange wir leben. Wir dürfen gerne unsere Arbeitskraft zur Verfügung stellen, müssen aber nicht. Mit dieser Freiheit - einfach nur sein zu dürfen - lässt es sich gut leben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0