Yoga-Vidya- Hoffnung/ Überzeugung/ Gewissheit

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es gut ist, egal wie es ausgeht.


 Seid ein paar Tagen bin ich im Yoga Vidya Ashram in Bad Meinberg, einen Ort, den ich gut kenne durch Ausbildungen, Seminaren sowie diversen Besuchen als Individualgast. Immer wieder bin ich begeistert und angetan von den vielen Menschen hier. Sei es die Gäste/Seminarbesucher oder die Mitarbeiter. 

Selbstloses Dienen, wie es hier so genannt wird, gehört hier zum Alltag.

Menschen haben aus welchem Grund auch immer das Bedürfnis, sich für ein paar Wochen, Monate oder gar Jahre zurück zu ziehen aus der großen Welt. Sie wollen zu sich finden, den Irrungen und Wirrungen der Welt "da Draußen" entfliehen. Hier finden sie einen Ort, der anders ist, alle folgen dem yogischen Gedanken und versuchen ihn, so gut sie es können, Tag für Tag zu leben. Damit das alles funktioniert, dürfen sie 6h am Tag arbeiten, dafür bekommen sie ein Taschengeld, sind sozialversichert, haben ein eigenes Zimmer, bekommen Essen/Trinken und können an Yogastunden/Meditationen, sowie Seminaren und Ausbildungen teilnehmen. Sie dienen sich, der Gemeinschaft und schlussendlich auch dem höheren Ziel, Yoga in die Welt zu bringen. 

Yoga bedeutet Harmonie - Einklang - Frieden. In Gedanken - Worten und Taten. Ist es nicht wundervoll, diesem Ziel zu dienen?

 

Ich möchte allen Sevakas - wie sie hier heißen dafür ein dickes DANKE aussprechen und freue mich, dass es sie gibt!

Schade, dass es nicht mehr gibt.... Aber warum?

Vielleicht weil viele Menschen es sich gar nicht vorstellen könnten, sich auf diese Reise nach Innen einzulassen, sich von all ihrem Materiellen zu trennen und sich eine Weile zurück zu ziehen. 

Hier Im Ashram gibt es einen geschützten Rahmen/Ort und diesen besonderen Rückzugsort brauchen viele Menschen, ohne ihn wäre eine Entwicklung, Veränderung erst gar nicht möglich. DANKE an Sukadev, der diesen Ort und diese Gemeinschaft gegründet hat.

 

 

Menschen kommen hier her, weil sie auf der Suche sind. Ich traf Joshua, 43 Jahre alt und nach seinen Aussagen völlig ausgepowert. Er hat lange gebraucht, dies zu erkennen aber noch früh genug die Kurve gekriegt.

Er hat etwas erkannt, er braucht Hilfe und die beste Hilfe bekommt er von sich selber. Er fing an genau zu überlegen, was läuft denn gerade schief, wo muss ich korrigieren! Er hat daraufhin seinen Arbeitsplatz gewechselt und zwischen den beiden Jobs 2 Monate frei genommen. In diesen 2 Monaten wollte er eine Reise mache und es war klar, das diese Reise nach INNEN geht.

Eine mutige und notwendige Entscheidung! Er dachte, bei Yoga Vidya könne er erst einmal Ruhe erleben, WLAN frei sein, Yoga Übungen lernen, mit Menschen in Kontakt treten und zu sich finden. So war es dann auch. Nach der ersten Woche hatte er Lust auf ein Seminar und im Angebot war das "Hellsehen" Ja, richtig gelesen! Er erinnerte sich an seine Großmütter, die diese Fähigkeit hatten und er es schon immer spannend fand. So lernte er, ins ganz feine Spüren zu kommen. Alle seine Sinne zu schärfen und offen zu sein, Vertrauen zu haben in sich, den Moment und seinem Gegenüber. Und dann passieren Dinge, die manche für "übernatürlich" halten, dabei ist es eine ganz natürliche menschliche Wahrnehmung! 

 

Nun gilt es Erlerntes bei sich und im Alltag anzuwenden, zu etablieren. Wenn der Alltag kommt, werden schnell Dinge vergessen, verworfen und anderes wird wieder wichtiger. Ich wünsche Joshua eine gute Yogaschule in seiner Stadt, zu der er Vertrauen hat und viel Lust, dort hin zu gehen und ich hoffe, dass seine Mitmenschen Verständnis haben, für seine

 Entwicklung, seine Veränderung und dies positiv und unterstützend mittragen.

 

Om Shanti- Brahmaswarup

Kommentar schreiben

Kommentare: 0